Makuladegeneration: Ab wann ist eine Vorsorge sinnvoll und welche Risikofaktoren gibt es, an der AMD zu erkranken?

Die Altersbedingte Makuladegeneration – kurz auch AMD genannt – ist eine Stoffwechselstörung im Auge. Insbesondere tritt die Augenkrankheit bei Menschen auf, die das sechzigste Lebensjahr überschritten haben.

Die AMD bleibt häufig unerkannt, bis Betroffene starke Seh-Einbußen bemerken. Die Augenerkrankung ist dann häufig schon weiter fortgeschritten. Ohne augenärztliche Behandlung kann die AMD, insbesondere die feuchte AMD – bis zum vollständigen Erblinden führen.

Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, die altersbedingte Makuladegeneration frühzeitig zu erkennen.


Welche Risikofaktoren gibt es, an der Altersbedingten Makuladegeneration zu erkranken?

  • Erblich bedingtes Risiko – Gab es in der Familie bereits Fälle der AMD, besteht ein höheres Risiko, an der AMD zu erkranken. Ein Risikofaktor ist die genetische Veranlagung. Zur Risikogruppe gehören Personen, deren Eltern oder Geschwister bereits an der altersbedingten Makuladegeneration erkrankt sind.
  • Raucher sind häufiger betroffen – Regelmäßiger Nikotinkonsum ist ein Risikofaktor, an der AMD zu erkranken. Raucher gehören früher und häufiger zum Kreis der Betroffenen.
  • Frauen erkranken öfters – Frauen erkranken häufiger an der altersbedingten Makuladegeneration als Männer.
  • Zu wenig UV-Schutz für die Augen – Personen die ihre Augen sehr häufig und schutzlos UV-Licht aussetzen, gehen ein erhöhtes Risiko ein, an der AMD zu erkranken.

Es ist sehr wichtig die AMD in einem frühen Stadium zu erkennen. Tritt ein Sehverlust beim Patienten ein, kann dieser oft nicht mehr rückgängig gemacht werden.

Altersbedingte Makuladegeneration: Vorsorge für Patienten

  • Erste Veränderungen der Netzhaut erkennen – Um die Erkrankung frühzeitig behandeln zu können, ist es wichtig sie rechtzeitig zu diagnostizieren. Insbesondere Risikogruppen sollten regelmäßig zur augenärztlichen Vorsorge gehen.
  • Ab 55 Jahren erster augenärztlicher Check – Mit Eintritt des 55 Lebensjahres empfehlen wir, eine Aufklärung und einen ersten Check zur AMD beim Augenarzt zu machen.
  • Alle zwei Jahre zur Kontrolle – Wird bei diesem Kontrolltermin keine Veränderung festgestellt, reicht es in den nächsten Jahren alle zwei Jahre eine augenärztliche Vorsorgeuntersuchung zu wiederholen.
  • Bei Veränderungen engmaschige Überwachung – Wird bei einem Patienten erste Anzeichen einer AMD diagnostiziert wird es weitere Kontrolltermine geben. Je nach Befund werden diese monatlich, halbjährlich oder einmal im Jahr stattfinden.