Trockene AMD: Welche Therapieformen gibt es?

Die Altersbedingte Makuladegeneration – kurz AMD – wird in zwei Formen und Ausprägungen unterschieden: Die trockene AMD und die feuchte AMD.

 
Injektionstherapie bei feuchter AMD

Die feuchte Form der AMD kann mit einer Therapie behandelt werden. Zum Einsatz kommt eine Injektionstherapie. Bei dieser werden sogenannte Wachstumsfaktoren (VEGF) zur Hemmung der Krankheit ins Auge gespritzt. Die Therapie ist für den Patient schmerzfrei. Mehr zur Injektionstherapie bei feuchter AMD erfahren.

Keine Therapie bei trockener AMD

Die trockene Form der AMD ist derzeit nicht medikamentös therapierbar. Die trockene Form der altersbedingten Makuladegeneration tritt in der Regel häufiger auf als die feuchte Form. Sie hat allgemein einen milderen Verlauf. Betroffene der trockenen AMD sollten regelmäßig den Augenarzt aufsuchen, um den Verlauf der Erkrankung dokumentieren zu lassen und eine eventuelle feuchte Form, die sich aus einer trockenen Form bilden kann, unmittelbar erkennen und therapieren zu können.

Regelmäßige Kontrolltermine bei trockener AMD wahrnehmen

Betroffene werden – je nach Schwere des Befundes regelmäßige Kontrolltermine beim Augenarzt erhalten. Die Kontrolle hat das Ziel, den Verlauf der trockenen AMD zu überwachen und zu protokollieren. Die Kontrolltermine haben auch zum Ziel bei dem möglichen Auftreten einer feuchten AMD sofort handeln zu können und eine entsprechende Therapie einzuleiten, um die feuchte AMD wieder trocken zu bekommen. Nur die Therapie der feuchten AMD kann diese eindämmen und eine drohende Erblindung verhindern.

Für die trockene AMD gibt es derzeit keine geprüft wirksame Therapieform. Der Verlauf der trockenen AMD ist genau zu überwachen, damit die aggressive, feuchte AMD frühzeitig erkannt und therapiert werden kann.

Maßnahmen bei trockener AMD

  • Derzeit können Betroffene lediglich versuchen durch ihr Verhalten positiv auf die trockene Form der AMD einzuwirken. Die einzige “Therapiemöglichkeit” für Betroffene liegt derzeit darin auf eine ausgewogene und vitalstoffreiche Ernährung und ausreichend Bewegung zu achten.
  • Bestimmte Befundkonstellationen und Untersuchungen haben ergeben, dass die regelmäßige Zufuhr von Nahrungsergänzungsmittel wie Lutein, Zeaxanthin, Zink, Vitamin C und Omega-3-Fettsäuren positiv wirken können.
  • Außerdem sollten Betroffene auf das Rauchen verzichten, da dieses einen wesentlichen Risikofaktor für eine AMD darstellt.
  • Alternative Behandlungsangebote wie z.B. Akupunktur, Nanolaser der Makula oder sonstige probatorische Therapieansätze sind zum aktuellen Zeitpunkt nicht evidenzbasiert oder Studien haben keine ausreichende Therapie Wirkung gezeigt.
  • Daher werden alternativen Therapieansätze zur Zeit auch von den Fachverbänden wie z.B. der Deutschen Ophthalmologen Gesellschaft oder dem Berufsverband der Augenärzte für die flächendeckende Patientenbehandlung abgelehnt.