hohekurzsichtigkeit

Behandlung und Therapie der hohen Kurzsichtigkeit und myopen CNV

Hohe Kurzsichtigkeit - hohe Myopie Augenärztliche Hilfe für Patienten

Die hohe Kurzsichtigkeit – auch hohe Mypohie genannt – kann in jedem Alter für Beschwerden sorgen. Personen, die bereits eine leichte Form der Kurzsichtigkeit vorweisen, empfehlen wir daher besonderes Augenmerk auf den Verlauf der Kurzsichtigkeit zu legen und mit uns gemeinsam regelmäßige Früherkennungsmaßnahmen durchzuführen.

Was ist Myopie?

 

Die Bedeutung von hoher Kurzsichtigkeit

Hohe Kurzsichtigkeit äußert sich durch eine sehr schlechte Fernsicht.

Augenärzte beurteilen eine hohe Myopie – eine starke Kurzsichtigkeit – ab einem Wert von – 6 Dioptrien.

Dieser hohe Wert hat zur Ursache dass der Augapfel – auch Bulbus oculi genannt – dann meist mehr als 26 Millimeter Länge misst. Dies ist eine Abweichung von mindestens zwei Millimeter mehr als bei normalsichtigen Menschen.

Erfahren Sie alles über hohe Kurzsichtigkeit und myopen CNV und wie wir Ihnen helfen können. Sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen zur Krankheit haben, oder sich beraten lassen wollen, wir nehmen uns viel Zeit für unsere Patienten.

 


Hohe Kurzsichtigkeit – wer ist betroffen und warum?

 

Wer ist von hoher Kurzsichtigkeit betroffen?

Die hohe Form der Kurzsichtigkeit – in der augenärztlichen Fachsprache auch Myopie genannt – ist eine weltweit verbreitete Krankheit, die jährlich von rund 50.000 Menschen entwickelt wird. In Deutschland sind derzeit rund ein bis drei Prozent der Bevölkerung davon betroffen.

Die Krankheit kann in jedem Alter auftreten und auch bereits bei jungen Menschen starke Kurzsichtigkeit hervorrufen. Betroffen sind oft Menschen im Alter jünger als 50 Jahre.

 

Was sind die Ursachen der hohen Kurzsichtigkeit?

Die genauen Ursachen der Erkrankung sind derzeit noch nicht erforscht. Darum empfehlen wir Ihnen Ihre Augen in regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen checken zu lassen, insbesondere wenn Sie bereits an einer einfachen Form der Kurzsichtigkeit leiden.

Unentdeckt schränkt die Krankheit die Sehschärfe fortlaufend weiter ein und kann im Nachhinein nicht mehr behoben werden. Daher ist eine frühzeitige Diagnose und Therapie unabdingbar, um absehbare Schäden, die bis zur Erblindung führen können zu behandeln.


Sehhilfen für stark kurzsichtige Patienten

 

Wie die Sehstärke bei Myopie unterstützt werden kann

Dank moderner Korrekturmöglichkeiten müssen stark Kurzsichtige nicht mehr auf breite Brillengestelle mit dicken Gläsern zurückgreifen. Moderne Schliffe bieten inzwischen dünnere Gläser und modische Brillen auch für stark kurzsichtige Personen an.

Auch Kontaktlinsen sind in der Lage, den Betroffenen zu helfen.

Sind Sie als Patient von starker Blendempfindlichkeit betroffen, gibt es die Option, Kantenfiltergläser einzusetzen, die UV Licht und sichtbares blaues Licht aufnehmen.


Myope CNV – hohe Kurzsichtigkeit

 

Komplikationen im Verlauf der hohen Kurzsichtigkeit:

  • Pathologische Myopie

    Als Patient leiden Sie bereits genug unter schlechten Sichtverhältnissen. Im Zuge der Erkrankung kann die Sehkraft jedoch durch Komplikationen noch weiter leiden. Fachärzte sprechen in diesem Fall von pathologischer Myopie.

    Durch das stark in die Länge gezogene Wachstums des Augapfels kann die Netzhaut und die Aderhaut im Auge so stark gedehnt werden, dass es im schlimmsten Fall zu einer stark verdünnten Netzhaut führen kann.

  • Myope CNV

    Hohe Kurzsichtigkeit und krankhafte Blutgefäße: die myope CNV

    Zur Folge können sich krankhafte Veränderungen zum Beispiel kleine Risse zwischen der Ader- und der Netzhaut bilden, die auch als Lacksprünge bezeichnet werden.

    Diese Risse führen dazu bei, dass sich im Feld des schärfsten Sehens – auch gelber Fleck / Makula genannt – krankhafte, neue Blutgefäße entwickeln können, die dann in die Netzhaut einwachsen. Augenmediziner sprechen dann von myoper chorioidalen Neovaskularisationen – kurz myope CNV).

  • Gefahr der Erblindung durch myope CNV

    Gefahr der Erblindung

    Durch die Weiterentwicklung des Problems wird das Augenlicht der stark kurzsichtigen Patienten stark bedroht. Bis zu 90 Prozent der Betroffenen werden in diesem Zusammenhang ohne Behandlung blind.

    Netzhautschäden entstehen auch durch neugebildete undichte Blutgefäße, die Flüssigkeit und Blut absondern können. Die Funktion der Sehzellen wird dadurch geschädigt und im Bereich des schärfsten Sehens bilden sich Narben.

    Auch ohne Bildung von krankhaften Blutgefäßen ist die Netzhaut in Mitleidenschaft gezogen und das Sehvermögen des Patienten betroffen.

     

  • Symptome der myopen CNV

    Betroffene leiden häufig unter schleichender oder auch plötzlicher Sehverschlechterung, die durch die krankhaften Blutgefäße entsteht. Kommt es dazu, dass Flüssigkeit oder Blut aus den undichten Gefäßen austritt, ist das Resultat für den Patienten oft in erster Linie verzerrtes Sehen – in der augenärztlichen Fachsprache auch Metamorphopsien genannt.


Bildverzerrungen oder verbogene Linien im Sehfeld

 

Sofort zum Augenarzt

Wenn beim Sehen gerade Linien plötzlich gebogen wirken – zum Beispiel in Form von Kachelfugen ist der Besuch eines Augenarztes oberstes Gebot. Häufig kommt es bei Patienten beim Fortschreiten der Krankheit mit myoper CNV zu einer abrupten Verschlechterung des Sehens ausgeprägt in verschwommener Sicht oder gar einem Ausfall des zentralen Gesichtsfelds, was sich im Sehen in Schatten oder dunklen Flecken äußert.

Betroffene werden dadurch in ihrem Alltag massiv eingeschränkt: Objekte oder Personen können teilweise nicht oder nur partiell wahrgenommen werden.

Klassische Anzeichen der myopen CNV zusammengefasst:

  • Betroffene sehen verzerrt
  • Betroffene sehen verschwommen
  • Betroffene sehen Schatten oder Flecken im zentralen Gesichtsfeld

Die Diagnose der schädlichen Gefäßneubildung (CNV)

 

Unser Diagnostikangebot:

Als Augenarzt können wir die myope CNV bei Patienten mit krankhafter Kurzsichtigkeit untersuchen und diagnostizieren.

Wir arbeiten mit folgenden klassischen Sehtests:

  • Sehtafeln
  • Amsler Gitter Test

Wir führen folgende Untersuchungen des Augenhintergrundes durch:

  • Spaltlampenuntersuchung mit Opthalmoskopie (Funduskopie) der Netzhaut, die mit erweiterten Pupillen erfolgt

Die Untersuchung hat zur Folge, dass Patienten danach für einige Stunden nicht mehr aktiv am Straßenverkehr teilnehmen dürfen.

 

Erweiterte Diagnosen

Detaillierte Aussagen zu neu gebildeten krankhaften Blutgefäßen in Netz- und Aderhaut:

  • Optische Kohärenztomografie (OCT) – Schichtaufnahmen der Netzhaut zur genauen Diagnose der Einlagerung von Flüssigkeiten sowie Störungen in den einzelnen Netzhautschichten
  • OCT-Angiographie: Mittels nicht invasiver Gefäßuntersuchung der Netzhaut können viele krankhafte Veränderungen dargestellt werden
  • Fluoreszenzangiographie – ein Farbstoff wird in die Armvene gespritzt. Über die Blutbahn erreicht dieser das Auge und das Bild wird mit einer Spezialkamera ausgewertet. Die krankhaften Veränderungen können anschließend anhand der Farbstoffverteilung diagnostiziert und ausgewertet werden

Behandlung und Therapie der krankhaften Kurzsichtigkeit und myopen CNV

 

Unser Behandlungs- und Therapieangebot für myope CNV

Therapien zur myopen CNV sind besonders dann aussichtsreich und erfolgversprechend, wenn Sie möglichst in einem sehr frühen Stadium der Krankheit beginnen.

Dadurch ergibt sich die Chance, das Sehvermögen des Patienten zu erhalten und gegebenenfalls sogar zu verbessern.

 

Unsere augenärztlichen Therapieansätze:

  • Klassische Lasertherapie

    Klassische Lasertherapie verödet mittels eines heißen Lichtstrahls die neu gebildeten undichten Blutgefäße. Dadurch stoppt man das anhaltende Austreten von Flüssigkeit und Blut. Der Verlust der Sehkraft wird dadurch stabilisiert. Der Laser wird allerdings nur dann eingesetzt, wenn die offenen Blutgefäße außerhalb der Stelle des schärfsten Sehens liegen, da bei der Behandlung kleine Narben entstehen und auch gesunde Sehzellen zerstört werden können.

  • Die Behandlung mit VEGF Hemmern

    Die pathologische Kurzsichtigkeit und das Fortschreiten von krankhaftem Wachstum undichter Gefäße kann auch mittels Medikamenten behandelt werden.

    VEGF steht für einen Wachstumsfaktor, der die Förderung von neuen Blutgefäßen, die Gefäßundichte und damit einhergehende Ödeme begünstigt. Betroffene haben einen erhöhten VEGF-Spiegel im Auge.

    Mit VEGF-Hemmern wird das Wachstum blockiert und das Entstehen von Blutgefäßen und Ödemen im Auge gesenkt. Unter Umständen können damit auch bestehende Schäden behoben werden. Auch die Rückbildung von undichten Stellen und Ödemen werden durch den Einsatz von VEGF-Hemmern begünstigt. Für den Patienten verbessert sich dadurch die Sehfunktion.

    Die Behandlung mit VEGF Hemmern

    Als behandelnder Augenarzt spritzen wir unseren Patienten unter örtlicher Betäubung das Medikament in Form einer flüssigen Substanz direkt in den Glaskörper des Auges. Als Patient werden Sie von dieser Behandlung nicht viel spüren. Patienten profitieren von dieser Behandlung bereits nach wenigen Tagen durch eine spürbare Verbesserung der Sehkraft. Im Laufe der Behandlung kann sich innerhalb eines Jahres sogar eine erhebliche Optimierung einstellen, ohne dass das Gewebe der Netzhaut beschädigt wird.

    Je nach Befund kann allein der Einsatz einer einzigen Injektion bereits zum Erfolg führen.